Tag 23: Reiten 

Wenn Mama geritten wird, und das ist jetzt fast jeden Tag, habe ich besonders viel Spaß. Oft machen wir einen kleinen Spazierritt mit Carl.

 

Wir gehen meistens die kleine Straße entlang. Manchmal treffen wir dann andere Pferde, und ich sehe so viel Neues. Ich bin ganz brav und bleibe immer neben Mama. Und wenn ich Hunger habe, halten wir an und ich darf trinken. Carl legt sich dann manchmal auf Mamas Rücken und ruht sich aus. Das sieht lustig aus!

Wenn Emily auf Mama reitet, gehen wir immer auf die große Koppel. Das gefällt mir fast noch besser. Da darf ich rennen, so schnell ich will!

Dann renne ich immer Mama davon. Schade, dass sie kein Wettrennen mit mir machen darf!

Wie es wohl ist, ein Reitpferd zu sein? Mama scheint sich wohl zu fühlen. Ich hörte, wie die Menschen sagten, dass Mama nach ihrer Babypause auch erst wieder langsam anfangen soll. Mehr als zwanzig Minuten reitet auch Emily nie. Und dann ist Mama wieder bei mir und wir genießen unser freies Leben.

Am 7. August machen wir zum ersten Mal einen Ausritt zusammen mit Pegasus. Ich glaube, Mama ist ganz glücklich, wieder mit ihm zusammen ausreiten zu dürfen!

Wir haben viel Spaß zusammen im Wald!

 

Leider müssen Mama und ich bald umkehren, weil ich immernoch nicht so lange über die harten Kieswege laufen soll. Dabei wäre ich gerne mit Pegasus noch weiter gegangen! Ich möchte noch viel mehr vom Wald sehen, und was wohl dahinter kommt?

Auf dem Rückweg kommen wir an dem Stoppelfeld vorbei, wo ich kürzlich so schnell galoppiert bin! Ich freue mich riesig und will gleich losrennen, aber was ist das?

Der Boden ist jetzt ganz anders, und Mama kommt auch gar nicht mit mir mit....

Emily ruft mich....

Ich soll ganz schnell zurückkommen.... Emily sagt, ich darf dort auf dem bereits geeggten Feld nicht mehr laufen. Wie schade!

Aber am Straßenrand kann ich immernoch so richtig schnell rennen!

Aber wo bleibt meine Mama?

Am 4. September erlebe ich noch einmal etwas ganz Neues. Wir gehen zum ersten Mal in die Reithalle....

Ich finde es dort so aufregend, dass ich minutenlang wie ein Wildpferd herumspringe und im schnellsten Tempo galoppiere. Sigrid schafft es nicht, auch nur ein einziges gutes Foto von mir zu machen. Ich bin einfach zu schnell!

Erst als ich müde und klitschenass geschwitzt bin, fange ich an, mir alles genauer anzuschauen.

Da steht eine Bank, auf die ich mich gerne setzen möchte....

Wenn ich aus dem Tor schaue, sehe ich ganz viele Pferde auf den Koppeln und in ihren Boxen. Ich wiehere ihnen zu, und viele antworten mir.

Als es mir langweilig wird, erlaubt Sigrid mir, mit meinem Halfter zu spielen. Ich trage es eine Weile in der Halle herum.

Und schließlich bitte ich Mama, eine Pause zu machen. Ich habe Hunger! Wenn man so schnell wächst wie ich, muss man ganz schön viel essen. Zum Glück ist Mama ja immer in meiner Nähe und ihre Milch ist noch immer die beste Nahrung auf der Welt für mich!