Tag 15: Respekttraining für Mama 

Ich habe immer wieder gehört, wie die Menschen gesagt haben, Mama habe überhaupt nichts mehr im Kopf als mich. Sie achtet überhaupt nicht mehr auf ihre Menschen und benimmt sich respektlos. Ich finde zwar, dass ich auch wichtiger bin - aber sie sehen das offenbar anders. 

Carl nimmt uns also mit auf die große Koppel, um etwas mit Mama zu arbeiten. Leider ist sie überhaupt nicht bereit, Carl ohne Strick zu folgen.... Eigentlich sollte sie mit ihm gehen, auch ohne Strick, weil Carl ihr Chef ist.

Statt dessen legt sie die Ohren an und steigt auf ihre Hinterbeine. Als Carl sie daraufhin am Halfter zu fassen bekommt, ist sie nicht netter und versucht, sich zu entziehen....

Dann nutzt sie die erste Gelegenheit, davonzustürmen....

Wir laufen mehr als  zweimal um die große Koppel herum, das ist eine Strecke von gut einem Kilometer, bevor Mama dann langsamer wird. Ich wußte gar nicht, dass sie so schnell laufen kann! Mir jedenfalls hat es Spaß gemacht, mit ihr um die Wette zu laufen!

 

Schließlich hat Mama wohl doch beschlossen, dass es nicht gut ist, sich mit Carl anzulegen. Erst im Trab, dann im Schritt gehen wir wieder zu ihm zurück.

 

Er läßt sie daraufhin ein paar Schritte rückwärts gehen und bittet sie, wieder auf ihn zu hören. Mama muß einverstanden sein, denn jetzt folgt sie ihm ohne Strick und geht mit ihrer Nase direkt an seiner Schulter. Und ich gehe mit meiner Nase an Mamas Schulter....

Nun möchte Carl offenbar sehen, ob Mama auch so respektvoll ist, wenn er auf ihr sitzt. Als sie ein paar Minuten geritten sind, höre ich, wie Carl glücklich sagt, dass Mama jetzt sehr kooperativ sei. Sie strengt sich offenbar sehr an für ihn!

Doch was ist das? Plötzlich galoppiert Mama auf das Hindernis zu und springt darüber! Ich bin ganz erstaunt, bremse ab und schaue mir das erst einmal an!

Als die beiden zum zweiten Mal auf das Hindernis zu galoppieren, beschließe ich, mitzumachen. Ich laufe neben Mama und springe genau gleichzeitig mit ihr! Das macht Spaß!

Nach dem Sprung springt Carl sofort von Mamas Rücken und lobt sie ganz doll. Er findet, Mama habe das ganz toll gemacht, einfach so am Halfter mit ihm zu springen. Anschließend kommt er zu mir und lobt auch mich dafür, wie schön ich gesprungen bin!

Er knuddelt mich ganz doll und hebt mich fast hoch, als wolle er mich auf den Arm nehmen. Ich glaube, er mag mich auch so gerne!